Nach vielem Hin und Her mit der Gemeinde Stahnsdorf, dem Landesbetrieb für Straßenwesen in Potsdam sowie der Technischen Bauaufsicht in Teltow haben sich etliche neue Fakten ergeben, die leider komplett gegen das Grundstück in Stahnsdorf sprechen, welches uns damals reißerisch und als “problemlos zu bebauen” angeboten wurde.
Es hatte alles fast zu positiv begonnen, als wir am 21.09.2011 ein Gespräch mit dem Bürgermeister Stahnsdorfs – Herrn Albers – hatten. An sich interessierten wir uns für ein anderes Grundstück, welches jedoch aufgrund einer EU-Förderung nur für gewerbliche Zwecke, die nicht mit Sport und Freizeit zu tun haben, gedacht ist. Somit hätte dort ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden müssen und selbst dabei wäre fraglich gewesen, ob dies so ohne weiteres möglich ist – leider wurde uns zu diesem Grundstück bis heute keine konkrete Auskunft gegeben. Das uns alternativ dazu angebotene Grundstück an der Ruhlsdorfer Straße direkt hinter “Fit 2000″ schien perfekt. Es war sowohl bebauungsrechtlich – so die Gemeinde (“Das ist Mischgebiet, da ist eine Bebauung problemlos möglich”) – als auch von der Lage und Größe wie für uns geschaffen. Es übertraf sogar unsere Anforderungen im Hinblick auf die Größe der Fläche. Wir bekamen zu einer fairen Pacht gut 40.000 m2 Fläche angeboten. Soweit so gut.
Ende Januar 2012 bekamen wir – nachdem uns bereits der (diletantisch aufgesetzte) Pachtvertrag als Entwurf zugesandt wurde – die Mitteilung, dass die neue L77 durch das Grundstück führen wird. Das wäre ja schon lange im Gespräch, aber nun ja wieder ach so aktuell (Planfeststellungsverfahren wird jetzt wohl auf den Weg gebracht). Wir fragten uns nun natürlich, warum wir erst jetzt davon erfuhren. Nach Rücksprache mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen in Potsdam gleich am nächsten Tag erfuhren wir, dass nicht nur gut 5.000 m2 wegfallen würden (wie von der Gemeinde angekündigt), sondern sogar ca. 8.000-10.000 m2, da eine Bebauung nur bis zu 20 m an die Straße erfolgen darf. Diesen Punkt hätten wir noch verkraften können, wenn es da nicht noch folgende Einschränkungen geben würde:
Die Pachtzeit für das Grundstück kann seitens der Gemeinde nur auf 10 Jahre begrenzt werden, mit der Option auf jeweils eine einjährige Verlängerung. Grund: das Grundstück ist eigentlich dafür vorgesehen – falls irgendwann doch die S-Bahn bis nach Stahnsdorf weitergebaut werden sollte – um dort eine “Park and Ride”-Fläche zu bauen. Heißt im Klartext: die Gemeinde behält sich jederzeit ein Sonderkündigungsrecht vor, so dass von Planungssicherheit auf unserer Seite keine Rede sein kann. Umso erstaunlicher und überraschender war es offensichtlich für den Bürgermeister, dass:
…für das Grundstück ein Bebauungsplan nötig ist. Nach mehrmaligen Besuchen bei und Telefonaten mit der Technischen Bauaufsicht in Teltow (Herr Spira, Frau Lierka) ergab sich leider jedes Mal das gleiche Ergebnis: das Gebiet ist gem. § 35 BauGB als Außenbereich ausgewiesen – und in diesem Punkt bleibt Frau Lierka hartnäckig und rückt keinen Millimeter von ihrer Ansicht ab. Pech für uns, da wir letztendlich auf den Kosten für einen B-Plan sitzen bleiben würden. Dafür, dass die Gemeinde Stahnsdorf unbedingt unser Vorhaben dort umgesetzt sehen will, ganz schön viele Einschränkungen, die jeglicher kaufmännischer Vorsicht entgegenstehen.
Da sich die Gemeinde leider bis dato noch immer nicht zu dem anderen Grundstück (Ruhlsdorfer Straße / Quermathe) geäußert hat, sonder dieser Frage eher aus dem Weg geht und sich Herr Albers bei persönlicher direkter Anfrage versucht rauszureden und abzulenken, sieht es so aus, als ob das Projekt Kletteranlage in Stahnsdorf somit gestorben ist. Vielleicht hat ja eine andere Gemeinde / Stadt mehr Interesse und zeigt mehr Engagement und Entgegenkommen. Uns ist sicherlich klar, dass man nichts geschenkt bekommt, aber ein klein wenig Unterstützung sollte doch drin sein.
Besonderer Dank geht an dieser Stelle noch einmal an die VIV GmbH, die uns bei der Planung der Anlage tatkräftig unterstützt hat und genauso Feuer und Flamme war wie wir.
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