Kletterwald-Investor in Werder gibt auf

Der geplante Kletterwald in Werder wird nun mit ziemlicher Sicherheit nicht gebaut werden. Nachdem der französische Investor Arbre & Aventure sowie Projektentwickler Jörg Böhm bereits seit drei Jahren mit Behörden, Genehmigungen und Auflagen zu kämpfen hat, wirft er nun das Handtuch.

Die Auflagen des Landratsamtes sind einfach unrealistisch und unverschämt und so sonst in keinem anderen Kletterwald in Deutschland zu finden. Böhm, welcher über 150 Anlagen im gesamten Bundesgebiet betreut, ist also firm im Umgang mit Behörden und natürlich auch bei der Umsetzung solcher Vorhaben. Umso verwunderlicher, dass das Projekt in Werder solch eine Richtung einschlagen konnte.

Auflage war unter anderem die Installation einer Heizung in WC und Kassenhaus, um eine konstante Temperatur von 20°C zu gewährleisten. Das ist natürlich unmöglich umzusetzen, da das Kassenhaus üblicherweise im Betrieb offen steht und dort ständig Eintrittstickets gelöst und Kletterausrüstung rausgereicht wird. Was man da dann heizen soll bleibt fraglich – den Wald vielleicht?
Weiterhin war eine Bankbürgschaft i.H. der Hälfte der Investitionssumme gefordert. Auch sollen Ausgleichsmaßnahmen für das Kassenhäuschen, welches auf dem Parkplatz gebaut werden sollte, finanziert werden.

Es wird gemunkelt, dass Konkurrenten an dieser Entwicklung nicht ganz unbeteiligt sind. Bleibt natürlich die Frage, warum diese nicht mit solchen Auflagen zu kämpfen haben. Wo bleibt da das Gleichheitsgebot. An sich sollte man doch eine einheitliche Behandlung aller Investoren erwarten dürfen, auch und besonders, wenn sie im selben Segment unterwegs sind. Da stellt sich doch die Frage, wie es sein kann, dass man als Unternehmer der Willkür einzelner Personen in den Behörden und Ämtern ausgesetzt ist. Wenn schon Auflagen, dann doch für alle die selben!

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